Vor einiger Zeit stieß es mir unwohl auf, dass ich über keinerlei Hif-Abspielgerät verfüge, das nicht mein Computer ist. Die Sache war klar, eine Stereo-Anlage muss her. Kaufen war keine Option, hatte keine Lust da jetzt viel Geld zum Geizhals zu tragen um sie in Lautsprecher zu stecken. Der Herr Leckviel Commander informierte mich gelegentlich über die Möglichkeit, Boxen selbst zu bauen. Es wurde also ein bisschen im Internet in diversen Foren gestöbert, und zuerst ging es in Richtung VIECH, ein recht populärer Selbstbau-Hornlautsprecher für circa fünfzig Euro.
Nach ein bißchen hin und her habe ich mich dann aber für ein Horn mit Fostex-Treibern (das sind die runden Dinger, diese Teller - für die, denen sie, wir mir, als Treiber nicht bekannt waren. Also das, wo der Ton rauskommt) entschieden. Der Bausatz, bestehend aus je zwei Tweetern und zwei Breitbändern sowie der nötigen Elektronik zum Löten der Frequenzweiche beim Herren Strassacker bestellt. Beim Bauhaus habe ich mir das Holz zuschneiden lassen (Birkenmultiplex). Hier also eine kleine bildliche Dokumentation der manuellen und fließbandfreien Herstellung des BK 108 FF (zum vergrößern anklicken, zum verkleinern auf's X klicken):
Das sind die Bretter, die zur Herstellung einer Box verwendet werden. Gute 2 Quadratmeter übrigens...
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Draufsicht. Die Bretter sind jetzt nur hingestellt, um ein Gefühl dafür zu kriegen, wie's aussehen soll. Meine Socken haben verschiedene Farben, weil der rechte ein langer sein muss, damit ich meine geliebte Anti-Bänderriss-Aircast-Schiene tragen kann.
Immer schön den Leim trocknen lassen. Auch wenn's Ponal Express ist ;-)
Eine kleine Stärkung, die ich zwischen den beiden Boxen zu mir nahm. Die erste Box habe ich mit dem Commander am Donnerstag gebaut, die zweite Box gestern mit Leo.
So sieht die Box von hinten aus, ohne Rückwand. Der linke, untere Teil ist die Oberseite der Box.
Wenn man keinen Zirkel hat, muss man sich eben einen bauen.
Ein Querschnitt durch die Box. Von rechts werden oben die beiden Treiber eingesteckt. Man sieht wie die Luft erst im Zickzack nach hinten geführt wird, wo sie dann nach unten in diese Hornform fällt um den Zuhörern öhrliche Plaisenterien zu bereiten.
Das Zimmer ist während der Anfertigung der Boxen leider explodiert. Der Commander ist am Löten. Aber: Wenn auch etwas vedreht, kann man mit dem Sony Ericsson K610i schon ganz vernünftige Panoramabilder machen. Für'n Handy...
Und so sehen sie aus! Das Holz ist noch unbehandelt und wird noch gebeizt, damit es eine schöne, dunkle Farbe kriegt.
Es sind zwar Standlautsprecher, aber nicht besonders klobige - sind ja relativ schmal! Was mich wirklich fasziniert hat, ist, was für ein Bass aus diesen Dingern rauskommt. Hätte ich nicht gedacht, dass das mit so einem kleinen Lautsprecher (der "große" Treiber hat 11cm Durchmesser) geht. Juti, ich mach jetzt noch bisschen Soundcheck, und bedanke mich nochmal artig beim Commander (!) für die gute Boxen-Bau-Idee.
