Haufen Chinesen mit Kamerablick!
Mutti, der Vati ist jetzt arbeitslos!
Wenn ich nicht scheisse, komme ich mir so überflüssig vor!
Josepha! Herr Hick, ein neues Bier!
Scheisse, ich will aber nicht sterben! Doch! Glaubst Du? Ja! Dehh!
Du hast ihn geküsst! Na und? Er ist doch mein Vater!
Und nachts gehe ich auf den Strich!
Wo übernachtest Du heute? Scheisse! Auf dem Dach!
Komm mich doch heute besuchen! Du weißt doch, wo ich schlafe!
Ach, Hick ist auch hier! Guten Abend, guten Abend!
Scheisse!
Ich brauch dich nicht! Ich brauch einen Schnaps! Maria! Wo bleibt mein Schnaps?
Hick hickt.
Wieso soll der Schatten eines arbeitslosen Kaminkehrers zufrieden sein?
Gib mir noch ein Zeichen Hick, ein Zeichen unserer Liebe.
Nun aber ab nach Tibet!

Ja und? Was ist heute mit unserem Strich? Ja da mussst Du alleine hin!
Gute Nacht, Hick, morgen schlafen wir zusammen!
In ständiger und unständiger Verehrung, ihr Herr Hick. Der eben noch vor ihnen stand!
Was? Nur fünzig Mark? Ha! Sie kennen doch meine Preise!
Mein Mund ist mir Hundert Mark wert!
ALLES WEITERE ÜBERSTEIGT IHRE FINANZIELLE KOMPETENZ HERR HICK! UND DAS GANZE MACHE ICH NUR IM STEHEN!
Man muss sie zur Besinnung bringen.
Ich Schnapskopf und ich Knallscheisse!
Ich geb dir keine fünf blaue für deinen blöden Arsch!
DU SCHNAPSKOPF! DU KNALLSCHEISSE!
Jetzt wird mir der Film zu gestört und ich gehe schlafen.
Hick, Du bist ein toller Hecht, gib mir Geld!
Aus:
"Ab nach Tibet!"
HAMBURG, May 2, DPA -- Wer keinen Ausweg mehr weiss, flieht in seine
Reinkarnations-Vergangenheit. Herbert Achternbusch erzaehlt in seinem 24. Film
"Ab nach Tibet" die wundersamen Erlebnisse des Schornsteinfegers Hick, seiner
Frau und seiner Tochter. Als Hick auf dem Muenchner Viktualienmarkt vom Blitz
erschlagen und die Tochter von der Mutter erstochen wird, beginnt das Leben
neu im Tibet des Jahres 1662. Achternbusch selbst stellt Hick als Kasperl dar,
der zugleich auch Guru sein will (Deutschland 1993, 128 Min., von und mit
Achternbusch, mit Annamirl Bierbichler und Judith Tobschall).
